Safety evaluation system / Sicherheit der Chinesischen Arzneimitteltherapie in der Schwangerschaft: Eine Standortbestimmung

Umfang:
2012, 105 min.
Jahr:
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Inhalt

In den Standardwerken der Chinesischen Arzneitherapie (CA) finden sich exzellente Darstellungen der Indikationen, Wirkungen und Nebenwirkungen der chinesischen Drogen. Kommt es zu Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen in der Schwangerschaft (SS), widersprechen sich nicht selten die Angaben in verschiedenen Büchern und sind mitunter schwer nachvollziehbar. Die Sicherheitshinweise beziehen sich dabei neben möglichen toxischen Auswirkungen weitgehend auf das Risiko eines Aborts. In unserer Zeit wird das Hauptrisiko bei der Anwendung von Arzneistoffen in der SS in einer möglichen teratogenen Wirkung gesehen. Da man zum Erkennen bzw. Ausschluss dieses Risikos hohe Fallzahlen mit Vergleichsgruppen benötigt, gab es in vormodernen Zeiten keine Möglichkeit, dieses Risiko zu erkennen und zu beurteilen. Ein anderes in neuerer Zeit erkanntes Risiko ist das einer Genschädigung mit einer möglichen späteren Krebsentstehung. Inzwischen gibt es zu diesen Fragestellungen zahlreiche Erkenntnisse aus experimentellen Versuchen an Tieren, Bakterien oder Zellkulturen, die bisher in den TCM-Standardwerken so gut wie keine Berücksichtigung gefunden haben. Allerdings ist es sehr schwer, aus diesen das Risiko für den Menschen abzuleiten. Andererseits ist es ethisch nicht zu verantworten, diese einfach zu ignorieren. Zwei tierexperimentelle Studien, die erhebliche Risiken verschiedener Art für wichtige chinesische Drogen aufzuzeigen scheinen, konnten von unserer „AG Sicherheit der Chinesischen Arzneitherapie in der SS“ klar als unhaltbar zurückgewiesen werden. Wir müssen uns jedoch der Problematik stellen, welche Schlussfolgerungen für eine sichere Anwendung der CA in der SS aus zahlreichen weiteren vorliegenden Ergebnissen zu ziehen sind. Wir werden exemplarisch derartige Ergebnisse vorstellen, die Problematik der Übertragbarkeit auf die therapeutische Situation darstellen und versuchen, Schlussfolgerungen für das Verhalten in der therapeutischen Situation daraus abzuleiten.

Referent

Becker, S.

Simon und Young-Ju Becker haben beide in den USA Akupunktur und Chinesische Medizin studiert und abgeschlossen. Anschliessend absolvierten wir ein mehrmonatiges Praktikum an einem Universitätsspital in Harbin, VR China. Wir behandeln beide das ganze Spektrum der Krankheiten und Störungen, die mit Chinesischer Medizin behandelt werden können. Wählen Sie Ihre Therapeutin oder Ihren Therapeuten nach Wunsch und Neigung. Oder einfach aufgrund des Terminkalenders. Simon Becker spezialisiert sich in der Behandlung von schwangeren Frauen, hämatologischen und kardiovaskulären Krankheiten sowie Kinderkrankheiten. n.

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